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Bis zu 79 Tote nach dem Hochhausbrand von London

Wut und Trauer mischen sich nach der Brandkatastrophe in London. Die Ermittlungen laufen - nun berichtet die Polizei von einer noch höheren Zahl an Todesopfern.

London (dpa) - Nach dem Brand im Grenfell-Tower-Hochhaus in London ist die Zahl der Toten und und für tot gehaltenen Vermissten auf 79 gestiegen. Dies teilte Stuart Cundy von Scotland Yard heute mit. Die Polizei veröffentlichte Fotos aus dem Innern des ausgebrannten Gebäudes, die das Ausmaß der Katastrophe zeigen.

Der Brand des Grenfell Tower im Stadtteil Kensington stimmt die Briten auf ihrer Suche nach Antworten ernst und nachdenklich. Am Montag wollen sie mit einer Schweigeminute der Opfer der Brandkatastrophe gedenken. Um 11.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) soll in allen öffentlichen Gebäuden Stille herrschen. Am Sonntag waren noch 18 Verletzte im Krankenhaus, neun von ihnen noch immer in kritischem Zustand.

Der Blick in der britischen Hauptstadt richtet sich auf die Klärung der Ursachen und mögliche Lehren für die Zukunft. So geht Schatzkanzler Philip Hammond davon aus, dass die am Grenfell Tower benutzte brennbare Gebäudeverkleidung in Großbritannien verboten ist. Bei der strafrechtlichen Untersuchung des Unglücks solle nun geprüft werden, ob es bei der Renovierung des Wohnhochhauses gesetzliche Verstöße gegeben habe, sagte der Tory-Politiker im BBC-Fernsehen am Sonntag.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan brachte derweil den Abriss von veralteten Gebäuden ins Gespräch. Viele Hochhäuser aus den 60er und 70er Jahren entsprächen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards.

Sowohl die Behörden als auch das zuständige Bauunternehmen waren nach dem Brand des Hochhauses im Stadtteil Kensington in die Kritik geraten. Die erst vor kurzer Zeit angebrachte Verkleidung des Gebäudes soll Berichten zufolge zu der Katastrophe beigetragen haben. Zudem habe es im Grenfell Tower keine angemessenen Fluchtwege gegeben.

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