Musik

Nick Cave: Kritik wegen Israel-Konzert

Weil Nick Cave und seine Band, die Bad Seeds, im November in Israel auftreten wollen, müssen sie sich scharfe Kritik gefallen lassen. In einem offenen Brief fordert die Initiative Artists For Palestine UK von dem Sänger, die Konzerte abzusagen, "solange die Apartheid" in dem Land weiterbestehe. Prominenteste Unterstützer der Organisation sind der frühere Pink-Floyd-Frontmann Roger Waters sowie Thurston Moore, ehemals Sonic Youth.

"Wenn internationale Künstler Ihres Ansehens damit fortfahren, auf israelischen Bühnen aufzutreten, wird die Regierung, die diese Verbrechen zu verantworten hat, unterstützt", heißt es in der Erklärung. Artists For Palestine UK wirft der israelischen Regierung vor, die Palästinenser zu unterdrücken. Nick Cave, der auf seiner aktuellen Tour am morgigen Donnerstag für ein ausverkauftes Konzert auch in München Station machen wird, äußerte sich zu der Kritik bislang nicht.

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Zuletzt hatte die britische Band Radiohead Kritik geerntet, weil sie im Juli in Tel Aviv auftrat. Sänger Thom Yorke hatte sich damals einen öffentlichen Schlagabtausch mit Roger Waters geliefert. Der Boykott, an dem sich Musiker, Künstler und Wissenschaftler beteiligen, sei eher schädlich als nützlich, weil er den Dialog zwischen den einzelnen Parteien unterbinde, so Yorke.

Unterstützung hatte er vom ehemaligen R.E.M.-Sänger Michael Stipe erhalten: "Ich stehe hinter Radiohead und ihrer Entscheidung aufzutreten. Lasst uns hoffen, dass der Dialog fortgesetzt wird, damit es zu einem Ende der Besatzung und einer friedlichen Lösung kommt", so der Musiker.

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Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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