Musik

Nach Interview: Morddrohungen gegen Wolfgang Ambros

Der Wiener Liedermacher Wolfgang Ambros (66) wird derzeit mit Hasspostings bombardiert. Seine im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" geäußerte Kritik an der österreichischen Regierungspartei FPÖ hat ihm einen rechten Shitstorm eingebrockt. E-Mails, Posts und Briefe mit Aussagen wie "Verrecken sollst du elendig!" sind bei dem Künstler eingegangen. Auslöser dafür waren seine Ansichten zur gesellschaftspolitischen Situation in seinem Heimatland und insbesondere die Aussage: "Ich bin mir sicher, dass es viele braune Haufen in der FPÖ gibt."

Ambros wurde daraufhin von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker als "abgehalfterter Musiker" und "Systemgünstling" bezeichnet - auch sein Kollege Rainhard Fendrich geriet zur Zielscheibe des Politikers, wie die Tageszeitung "Der Standard" vermeldet. Ambros' Management wandte sich nun in einem offenen Brief an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: "Herr Ambros versteuert seine Einkünfte in Österreich - und finanziert damit gezwungenermaßen unter anderem Leute wie Sie und Ihresgleichen. Seit Jahrzehnten. So viel zu 'abgehalftert' und Unterstellungen wie 'Staatskünstler'." Ein Angebot zum gemeinsamen Gulaschessen und Biertrinken seitens Hafeneckers hat Ambros ausgeschlagen.

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Zum Schaffen des Austropop-Begründers gehörten immer schon politische Songs, seine Stellungnahme zur gegenwärtigen Situation in Österreich verwundert nicht. "Mir wird angst und bange, wenn ich daran denke, was die österreichische Regierung in den nächsten drei Jahren noch so alles anstellen wird", so der Sänger. Insbesondere von Kanzler Sebastian Kurz zeigt er sich bitter enttäuscht: So sei es nicht abzusehen gewesen, dass Kurz "skandalöse Aussagen der FPÖ unkommentiert lässt". Und Vizekanzler Heinz-Christian Strache glaube der Musiker ohnehin "kein Wort".

Neben der Kritik erfährt Ambros auch viel Solidarität. So versucht die Twittercommunity seinen Hit "Schifoan" wieder auf Platz eins der Charts zu hieven. Unter dem Hashtag "#Schifoanchallenge2018" wird die Aktion beworben. Noch einmal an die Chartspitze? - Für Ambros und seine Fans wäre das gewiss "des leiwandste, wos ma si nur vurstöll'n ko" ...

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Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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