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Faktencheck Ab wann darf ich die Heizung aufdrehen?

Heizen im September - wenn die Temperaturen plötzlich fallen, wollen viele Mieter ihre Wohnung schon im Herbst heizen. Hier finden Sie Fakten zur Heizperiode.


Darf ich das ganze Jahr über heizen?

Offiziell geht die so genannte "Heizperiode" in Deutschland in der Regel vom 1. Oktober bis zum 30. April. In dieser Zeit müssen Vermieter die zentrale Heizungsanlage so einschalten, dass Mieter ihre Wohnung tagsüber mindestens auf 20 bis 22 Grad Celsius heizen können. Nachts, zwischen 23 und 6 Uhr, müssen Mieter sich mit einer Mindesttemperatur von 18 Grad zufrieden geben.

Die Dauer dieser Heizperiode, die meistens im Mietvertrag vermerkt wird, ist gesetzlich nicht festgelegt. Aber laut deutschem Mieterbund gilt: Sobald die Außentemperatur für mehr als zwei Tage auf unter 16 Grad fällt, muss der Vermieter die genannte Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad gewährleisten, und das das ganze Jahr über!


Was tun, wenn die Wohnung trotzdem kalt bleibt?

Wenn eine Wohnung die vorgegebene Mindesttemperatur nicht erreicht, liegt laut dem Deutschen Mieterbund ein Wohnungsmangel vor. Diesen Mangel muss der Vermieter beheben. Wenn der Vermieter den Schaden nicht behebt, obwohl er die Möglichkeit dazu hatte, kann der Mieter eine Mietminderung fordern. Liegt die Temperatur in der Wohnung knapp unter der Mindestgrenze bei etwa 18 Grad ist eine Mietsenkung bis hin zu 20 Prozent denkbar. Bei einem Totalausfall der Heizung im Winter kann die Miete allerdings sogar um bis zu 100% gekürzt werden.


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