Musik

Der "deutsche Beatle" erhält Echo fürs Lebenswerk

Er gestaltete einige der bekanntesten Plattencover der Popgeschichte, ist seit den 60er-Jahren ein enger Freund der Beatles und macht quasi nebenbei auch noch erfolgreich Musik. Jetzt wird der Grafiker und Bassist Klaus Voormann mit einem Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

"Klaus Voormann ist ein eher stiller Weltstar. Seine Beiträge zur Rockgeschichte sind aber umso beeindruckender", begründet Florian Drücke, Vorsitzender des Echo-Veranstalters Bundesverbandes Musikindustrie, die Entscheidung. "Als Bassist und Produzent schuf er die Grundlage für zahllose Hits, mit seinen Plattencovern setzte er die Musik von so unterschiedlichen Acts wie die Bee Gees, Wet Wet Wet, Fools Garden, Liam Gallagher und natürlich die Beatles ins Bild."

Voormann, 1938 in Berlin geboren, lernte in den frühen 60er-Jahren die Beatles kennen, als diese noch als unbekannte Band in Hamburg spielten. Mit dem Weltruhm der Band zog Voormann nach London, wo er als Grafiker unter anderem das weltberühmte Plattencover zum Album "Revolver" gestaltete. Für die Collage wurde Voormann 1967 als erster deutscher Künstler überhaupt mit dem Grammy ausgezeichnet, einen zweiten Grammy konnte er für seine Mitwirkung bei George Harrisons "Concert for Bangladesh" entgegennehmen.

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In den Folgejahren war Voormann nicht nur für die Plattencover von Band wie den Bee Gees verantwortlich; als Bassist war er auch auf Soloalben von John Lennon, Ringo Starr und George Harrison sowie Lou Reed beteiligt und arbeite mit B. B. King, Jerry Lee Lewis, Bob Dylan, Art Garfunkel und Eric Clapton zusammen. Zurück in Deutschland, produzierte er 1982 unter anderem den NDW-Hit "Da Da Da", der die Band Trio berühmt machte. In den letzten Jahren entwarf Voormann unter anderem für Liam Gallagher und Turbonegro das Albumdesign, 2003 veröffentlichte er seine Autobiografie "Warum spielst du 'Imagine' nicht auf dem weißen Klavier, John?".

Ganz besondere Worte fand übrigens Paul McCartney für seinen langjährigen Weggefährten: "Er ist ein wunderbarer Mensch, ein verrückter Hund, ein leidenschaftlicher Kunst- und Musikliebhaber, ein prächtiger Vater und Ehemann, ein enger Freund und ein totales Arschloch."

Der Sender VOX überträgt die Verleihung des Echo am 12. April, 20.15 Uhr, live aus Berlin.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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