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Hochzeit "Oh Gott, Sie hat Ja gesagt!"

Wie ihr es schafft, eine Hochzeit zu planen, ohne dabei schon an Scheidung zu denken Der Heiratsantrag ist angenommen, der Termin steht fest - aber wo fängt man jetzt an, eine Hochzeit zu planen? Wir haben ein paar Tipps für Kölner Brautpaare gesammelt. Wo fängt man an?


Trautermin beim Standesamt anmelden 

Maximal bis sechs Monate vorher könnt ihr euren Trautermin beim Kölner Standesamt anmelden, also ist Vorsicht geboten: Gerade beliebte Termine wie zum Beispiel der 19.09.2019 werden am Tag, an dem sie freigeschaltet werden, auch ausgebucht sein. Schreibt euch das Datum also unbedingt auf! Auch gibt es die Möglichkeit, den Trautermin bereits vor der Anmeldung vorzumerken. Informationen dazu hat die Stadt Köln hier.

Location-Suche 

Grundsätzlich rät man, gut ein Jahr vor der Hochzeit mit der Location-Suche zu beginnen - bei einer Großstadt wie Köln und ganz besonders bei den begehrtesten Locations der Stadt kann das aber schon eng werden. Fragt man bei der Flora an, erfährt man, dass auch kurzfristig zwar immer mal wieder Termine frei bleiben und dass es stark von Hochzeitstermin und Saison abhängt - wer auf Nummer sicher gehen möchte, sei aber besser beraten, zwei Jahre vorher anzufragen. Neben der Flora sind auch Orte wie die Wolkenburg, der Harbour Club in Mülheim oder die Orangerie am Volksgarten sehr beliebt. Hier lohnt es sich ebenfalls, frühzeitig zu planen.

Budget festlegen 

Macht nicht den Fehler und plant einfach drauflos, ohne euch vorher Gedanken gemacht zu haben, wieviel ihr maximal ausgeben möchtet und wo eure Prioritäten liegen. Heiraten ist teuer, und es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr diesen Rahmen während der Planung sprengen werdet. Plant also einen Puffer ein. Bei diesen Überlegungen solltet ihr euch auch bereits Gedanken um die Gästeanzahl machen. Wer darf auf eurer Feier nicht fehlen? Anhand dessen könnt ihr die Richtung schon ganz gut erkennen.

Informationen sammeln 

Macht eine grobe Liste der Dinge, die ihr auf jeden Fall haben möchtet, und recherchiert Preise. Listen zur Orientierung gibt es im Internet etliche - viele davon geben allerdings eher zu günstige Preise an. Der Dienstleister-Markt für Hochzeiten in Köln ist riesig, das Angebot bestimmt die Nachfrage. Plant deshalb auch hier einen Puffer ein.

 

Was sollte man unbedingt tun? 

 

Prioritäten setzen 

Pinterest, Instagram, Facebook - ihr werdet heutzutage überschüttet von Hochzeitseindrücken, von super Deko-Ideen und verrückten Gäste-Bespaßungen, von tollen Musikern und noch tollereren Hochzeitsvideos. Wenn ihr alles, was ihr seht, auf eurer Hochzeit haben wollt, gebt ihr am Ende nicht nur 150.000 Euro aus - ihr verliert auch eure Individualität, sagt die Kölner Hochzeitsplanerin Kathrin Glaser. Macht euch Gedanken, was euch wirklich wichtig ist. Überfrachtet euer Programm nicht und plant auch Zeit ein, einfach mit euren Lieben zu klönen und auf eure Liebe anzustoßen. Ihr feiert eine Eheschließung - nicht die Eröffnung eines Vergnügungparks.

Preise vergleichen 

Ihr möchtet eine klassische marzipanummantelte Schokoladentorte mit Blumen-Applikationen drauf haben? Prima. Die wird von zahlreichen Konditoren in Köln angeboten, ihr habt also die freie Auswahl. Holt verschiedene Angebote ein, nehmt nicht das Erstbeste - verliert aber auch nicht aus den Augen, was euch wichtig ist. denn: Auf Qualität achten!

In jeder Branche von Hochzeitsdienstleistern gibt es Low Budget-Anbieter, ein Mittelfeld und teure Mitbewerber. Sie alle finden ihre Kunden und sie alle haben ihre Daseinsberechtigung. Bei eurer Auswahl hilft euch nur der genaue Blick auf die eigenen Prioritäten: Sind euch die Hochzeitsfotos sehr wichtig? Dann nehmt euch Zeit, einen Fotografen zu finden, dessen Fotos wirklich euren Geschmack treffen - und wenn ihr ihn gefunden habt, gebt auch ruhig ein bisschen mehr dafür aus. Ihr möchtet gerne auf eurer Party abends lieber nur eine Fotobooth, legt dabei auch sehr viel Wert auf den perfekten Musikmix? Prima. Euer Fokus sollte finanziell auf dem DJ oder der Live-Band liegen. Am Ende zählt, dass ihr mit dem Ergebnis des Tages zufrieden seid.

 

Was solltet ihr auf gar keinen Fall tun? 

 

Den Wünschen anderer gerecht werden wollen 

Diese Hochzeit ist euer Tag. Es ist völlig egal, ob Tante Karla es unmöglich findet, wenn das Hochzeitskleid kürzer als bis zu den Knöcheln ist. Und wenn Onkel Victor findet, eine Pferdekutsche gehört zu einer Hochzeit dazu, dann soll er die bitteschön für seine eigene Feier buchen. Wenn ihr eure Gäste befragt, werdet ihr feststellen, dass jeder einzelne von ihnen eine andere Vorstellung vom perfekten Hochzeitstag hat. Was ist eure? Nur darauf kommt es an.

Euch in Details verlieren 

Ihr steht auf die kleinen Deko-Details und habt auch Spaß daran, sie liebevoll selbst zusammenzustellen und zu basteln? Super! Wenn es aber nicht so ist - nehmt euch den Stress, zu glauben, dass die Leute euch verurteilen, wenn ihr eben keine farblich aufeinander abgestimmten Süßigkeiten in der Candybar habt. Niemand wird sich am Ende des Tages daran erinnern, ob die mit Namen bedruckte Taschentücher für die Freudentränen in der Kirche gefehlt haben. Wenn sie da sind, ist das schön. Aber die Erinnerung wird am Ende davon bestimmt, ob die Stimmung gut, das Essen lecker und die Braut glücklich war.

Vor lauter Stress das Heiraten vergessen 

Ja, eine Hochzeit zu organisieren ist eine Menge Arbeit, und viele machen sie sogar gern. Es bringt aber nichts, wenn ihr am Ende zwar darauf zurückblicken könnt, das perfekte Event in Weiß geplant zu haben - vor lauter Stress aber am Abend der Hochzeit um 22 Uhr auf dem Stuhl einschlaft und euch deswegen am besten noch streitet! Gebt Aufgaben ab - an eure Trauzeugen, an eure Familien, wer kann vielleicht sogar an einen Wedding-Planner. Und dann: Feiert. Darum geht es bei einer Hochzeit.

Nützliche Tipps, Checklisten und Inspirationen für euren großen Tag findet ihr auch auf Hochzeitsplaza


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